5 häufige Ursachen für Zahnschmerzen: So helfen wir Ihnen!

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Dr. med. dent Andreas Quidenus, M.Sc.

Mal pocht es, mal zieht es, mal drückt es – aber woher kommt dieser Schmerz bloß? Wir stellen Ihnen im Blog fünf Auslöser für Zahnschmerzen vor, die Sie von nun an vermeiden können.

Zahnschmerzen durch Karies

Regelmäßig Zucker essen und unregelmäßig die Zähne putzen – das sind Bedingungen, die den Kariesbakterien gefallen. Sie wandeln den Zucker zu Säure um, die den Zahnschmelz angreift. Es entstehen kleinere Löcher, über die Bakterien bis ins Zahninnere vordringen. Das führt zu Zahnschmerzen. Je näher die Bakterien dem Zahnnerv kommen, desto schlimmer werden sie.

Gegen Karies hilft nur eine regelmäßige Vorsorge und eine gesunde Ernährung. Bei den Prophylaxeterminen in unserer Ordination entdecken wir früh verdächtige Stellen an den Zähnen und stoppen die Karies, bevor sie Schaden anrichtet. Wir geben Ihnen natürlich auch gerne Tipps für eine zuckerarme Ernährung.

Schmerzen durch entzündete Zahnnerven

Wenn die Kariesbakterien den Zahnnerv erreicht haben, ist es meistens schon zu spät für das Vorbeugen. Jetzt ist der Zahn in Gefahr, denn ohne rechtzeitige Hilfe geht er verloren. Hier hilft nur noch eine Wurzelbehandlung.

Erste Anzeichen eines entzündeten Zahnnervs sind:

  • starke pochende Zahnschmerzen
  • besondere Empfindlichkeit auf Hitze und Kälte
  • unangenehmes Gefühl beim Zusammenbeißen
  • strahlende Schmerzen im Bereich des Zahns
  • geschwollene Mundschleimhaut

Die starken Beschwerden durch einen entzündeten Zahnnerv gehören wohl zu den bekanntesten Formen von Zahnschmerzen. Diese Erfahrung können Sie sich ersparen, indem Sie Karies vorbeugen und Zahnunfälle reparieren lassen.

Empfindliche Zähne durch zurückgewichenes Zahnfleisch

Die Hitliste “die häufigsten Ursachen für Zahnschmerzen” führen wohl die schmerzempfindlichen Zähne an. Schuld daran sind freiliegende Zahnhälse. Denn durch die verlaufen tausende feiner Nervenkanäle, die bis ins Zahnmark führen. Normalerweise befinden sich die Zahnhälse gut geschützt unter dem Zahnfleisch. Doch bei Zahnfleischrückgang liegt der Teil des Zahns frei. Kommt der Zahnhals in Kontakt mit einem heißen Tee oder einer eiskalten Limonade, reagieren die Nervenkanäle äußerst gereizt. Es kommt zu blitzartigen Zahnschmerzen.

Damit das Zahnfleisch die Zähne gut schützen kann, müssen wir es pflegen. Das klappt am besten mit der regelmäßigen Prophylaxe und Professionellen Zahnreinigung. Hierbei entfernen wir schädlichen Zahnbelag, der Entzündungen verursacht. Denn die Parodontitis – also die chronische Entzündung des Zahnbetts – ist eine der Hauptursachen für zurückgewichenes Zahnfleisch. Auch mit einem chirurgischen Eingriff lässt sich Zahnfleischrückgang korrigieren. Hierzu ersetzen wir das verloren gegangene Zahnfleisch mit Hilfe von Transplantaten.

Weitere Ursachen für Zahnfleischrückgang sind:

  • Zähneknirschen
  • ausgeprägtes Lippenbändchen
  • falsche Putztechnik

Defekte Füllungen und Zahnschmerzen

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum nach einer Füllung Zahnschmerzen entstehen können. Es kann zum Beispiel sein, dass die Füllung zu hoch ist. Das führt dazu, dass der Zahn beim Kauen zu früh auf den gegenüberliegenden Zahn trifft und dadurch besonders stark belastet wird. Das schmerzt auf Dauer.

Das Thema Karies und Zahnschmerzen hatten wir ja schon. Auch bei Zahnfüllungen taucht es wieder auf. Denn in kleinen Rillen zwischen einer Füllung und dem Zahn kann Sekundärkaries entstehen. Das führt zu Zahnschmerzen, denn die Kariesbakterien zerstören den Zahnschmelz.

Wir verhindern Zahnschmerzen nach einer Füllung, indem wir die Karies vorher sorgfältig entfernen und die Füllung präzise in den Zahn einbringen.

Lesen Sie hier mehr zu diesem Thema:
Ästhetisch und funktionell: Ihr Zahnarzt in Wien sorgt für gesunde und schöne Zähne! 

Zahnschmerzen durch eine Zahnfraktur

Bei einem Zahnunfall ist die Ursache für die Zahnschmerzen sehr eindeutig. Im schlimmsten Fall ist das Zahninnere beschädigt. Je näher der Schaden am Zahnnerv ist, desto höher ist das Risiko für Zahnschmerzen. Besonders nach dem ersten Schock treten häufig Beschwerden am Zahn auf.

Deshalb sollten Sie nach einem Zahnunfall unbedingt in unserer Ordination kommen. Wir schauen uns den Zahn an und können ihn im Optimalfall sogar wieder ankleben.

Bis zum Zahnarztbesuch helfen notfalls Schmerzmittel

Zahnschmerzen sind ein Alarmsignal des Körpers. Klären Sie die Ursache immer ab! Sollten Sie gerade unterwegs sein und nicht in unsere Ordination kommen können, helfen fürs Erste auch geeignete Schmerztabletten.

Ibuprofen ist ein sehr bewährtes Mittel gegen Zahnschmerzen. Es wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Paracetamol ist aber auch geeignet, um leichtere Zahnschmerzen vorübergehend zu stoppen.

Fragen Sie uns gerne nach weiteren Medikamenten, die Sie zur ersten Hilfe gegen Zahnschmerzen bedenkenlos nehmen können.
Langfristig heißt die beste Hilfe jedoch Zahnarztbesuch!
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Über den Autor

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Dr. Andreas Quidenus, MSc.

Dr. Andreas Quidenus hat Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Wien und der Semmelweis Universität Budapest studiert. Seinen Masterstudiengang in oraler Chirurgie und Implantologie hat er an der Donau-Universität Krems absolviert, mit einem Fokus auf chirurgische Präzision und langfristige Implantatergebnisse. Seit mehr als einem Jahrzehnt behandelt er Patientinnen und Patienten in Wien, die eine dauerhafte Lösung für Zahnlosigkeit oder stark geschädigte Zähne suchen. Sein klinischer Schwerpunkt liegt auf All-on-4, All-on-6 und navigierter Implantologie, also der computergestützten Planung und Durchführung von Implantateingriffen mit höchster Positionsgenauigkeit. Dr. Quidenus bildet sich regelmäßig weiter: unter anderem bei der Gemeinschaftstagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Implantologie, beim European Association for Osseointegration Congress und zuletzt beim Vienna Airway Congress 2025. Dieser Weiterbildungsrhythmus ist für ihn kein Pflichtprogramm, sondern eine Haltung. Sein Anspruch in der täglichen Arbeit: Medizin, die hält, was sie verspricht, und ein Gespräch, das Ihnen mehr Klarheit gibt als Unsicherheit.

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