Zähneknirschen: Was hilft gegen Bruxismus?

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Dr. med. dent Andreas Quidenus, M.Sc.

In unserem Blog erklären wir dieses Mal, wann Zähneknirschen ein Fall für unseren Zahnarzt Dr. Andreas Quidenus wird und welche Schiene Ihnen helfen kann, schon bald wieder gesund zu schlafen.

Bruxismus: Was ist das?

Sie haben sicher auch schon einmal mit den Zähnen geknirscht. Das tut jeder von uns hin und wieder. Ein Fall für den Zahnarzt wird das Knirschen erst, wenn es regelmäßig stattfindet und die Zähne darunter leiden. Dann bezeichnen wir das Knirschen oder Pressen als Bruxismus.

Betroffene reiben Ihre Zähne meistens nachts aufeinander. Dabei entsteht ein Kaudruck, der zehnmal so hoch sein kann wie der Druck beim Essen oder Kauen. Das überstehen die Zähne nicht ohne Weiteres. Es entstehen Risse im Zahnschmelz, und die Kauflächen nutzen sich mit jeder weiteren Knirschattacke ein Stück mehr ab. Die Zähne verlieren irgendwann den Kontakt zu den gegenüberliegenden Zähnen, so dass sie beim Zusammenbeißen nicht mehr aufeinander passen. Es entsteht ein sogenannter Fehlbiss.

Knirschen Sie auch mit den Zähnen? Das sind mögliche Symptome von Bruxismus:

  • Zurückgewichenes Zahnfleisch
  • Verspannte Gesichtsmuskulatur
  • Knackgeräusche im Kiefergelenk
  • Erschöpftes Gefühl nach dem Aufwachen
  • Schäden an Zähnen und Zahnersatz

Wie entsteht Bruxismus?

In den meisten Fällen liegt die Ursache für das Zähneknirschen nicht im Mund, sondern im Kopf. Bruxismus und die Psyche hängen häufig zusammen. Wenn wir uns “durchbeißen” oder “die Zähne zusammenbeißen” meinen wir eine unangenehme Situation, die wir bewältigen müssen.

Diesen Stress nehmen viele von uns mit ins Bett. Sie verarbeiten das Erlebte vom Tag in der Nacht – und knirschen mit den Zähnen.

Eine weitere Ursache für Bruxismus kann eine Fehlbisslage sein, zum Beispiel bedingt durch falsch sitzenden Zahnersatz oder eine Zahnlücke. Der Körper versucht, das Gebiss durch eine erhöhte Muskelaktivität wieder ins Lot zu bringen – ohne Erfolg. Diese Anspannung entlädt sich nachts in Form von starkem Zähneknirschen. Am Ende schadet der Körper sich also in gewisser Weise selbst.

“Wenn die Ursachen für das Knirschen eindeutig sind, beheben wir diese sofort – defekte Kronen tauschen wir aus und fehlende Zähne ersetzen wir zum Beispiel mit Zahnimplantaten. In der Regel findet das Gebiss danach selber wieder zum gesunden Takt zurück.
Dr. Andreas Quidenus, Zahnarzt für Bruxismus in Wien

Bruxismus: Was hilft?

Gegen Stress hilft nur eines: Entspannung. Wenn das Zähneknirschen Kopfsache ist, sollten Sie sich vor dem Schlafengehen etwas Ruhe gönnen. Nehmen Sie sich Zeit, um den Tag Revue passieren zu lassen. Das hilft möglicherweise schon, so dass Sie wieder regelmäßig zu gesundem Schlaf kommen. Eventuell sind auch Massagen sinnvoll, um die Muskeln zu lockern und sich zu entspannen.

Bei anderen Auslösern für den Bruxismus geht es vor allem darum, die Zähne vor weiteren Schäden zu schützen.

Bruxismus: Welche Schiene?

Dabei hilft eine sogenannte Knirscherschiene sehr zuverlässig. Die Schiene wird im Meisterlabor aus transparentem Kunststoff individuell für Sie gefertigt und nachts getragen.

Generell unterscheidet man zwischen verschiedenen Schienenarten:

  • Okklusionsschiene
    Diese Schiene ist geeignet, um die Zähne vor dem nächtlichen Knirschen zu schützen. Sie besteht aus transparentem Kunststoff und wird im Meisterlabor individuell für Sie gefertigt.
  • Miniplastschienen
    Die Miniplastschiene dient zur Ersttherapie bei einer Fehlfunktion im Kiefergelenk (CMD)
  • Entspannungsschienen
    Für eine langfristige Behandlung von Bruxismus eignen sich sogenannte Entspannungsschienen, die den Kiefer lockern und wieder in eine gesunde Position bringen.

Wir finden auch die Schiene, die zu Ihnen passt! Melden Sie sich in unserer Praxis für mehr Informationen zur Behandlung von Bruxismus.

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Über den Autor

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Dr. Andreas Quidenus, MSc.

Dr. Andreas Quidenus hat Zahnmedizin an der Medizinischen Universität Wien und der Semmelweis Universität Budapest studiert. Seinen Masterstudiengang in oraler Chirurgie und Implantologie hat er an der Donau-Universität Krems absolviert, mit einem Fokus auf chirurgische Präzision und langfristige Implantatergebnisse. Seit mehr als einem Jahrzehnt behandelt er Patientinnen und Patienten in Wien, die eine dauerhafte Lösung für Zahnlosigkeit oder stark geschädigte Zähne suchen. Sein klinischer Schwerpunkt liegt auf All-on-4, All-on-6 und navigierter Implantologie, also der computergestützten Planung und Durchführung von Implantateingriffen mit höchster Positionsgenauigkeit. Dr. Quidenus bildet sich regelmäßig weiter: unter anderem bei der Gemeinschaftstagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Implantologie, beim European Association for Osseointegration Congress und zuletzt beim Vienna Airway Congress 2025. Dieser Weiterbildungsrhythmus ist für ihn kein Pflichtprogramm, sondern eine Haltung. Sein Anspruch in der täglichen Arbeit: Medizin, die hält, was sie verspricht, und ein Gespräch, das Ihnen mehr Klarheit gibt als Unsicherheit.

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